2009.10.20

Kein Ausgang der E-Mails oder
kein Eingang beim Empfänger

Eine Anleitung für den Laien zur Behebung dieses Problems

Sehr oft erscheint dieses Problem in den Diskussionsforen. Meistens ist es nur ein einfaches Port-Problem. Aber es kann für den Laien überaus kompliziert werden. Fast nie ist es ein Firewall-Problem, so wie es im Netz verbreitet wird. Es sind vor allem Firewallgegner (Spammer und Trojanerverteiler) die dieses Märchen im Netz stellen.

1. Port-Einstellung des Postausgangs-Server SMTP

Port 25 Standardport

Die Ports (Wikipedia) sind ein wichtiger Teil dieses Problems. Port 25 ist für den Simple Mail Transfer (einfaches Standardport) gedacht. Das ist auch die Port-Nummer die früher automatisch von Thunderbird oder Outlook vergeben wurde und bringt die meisten Problemen mit sich. Den Port 25 ist ohne jeglichen Schutz. Nun heisst es Port auszuwechseln.

Port 465

Port 465 sollte zwingend über eine SSL Einstellung erfolgen. Also muss SSL eingestellt werden.

    Die Nachteile dieses Ports:
  • Thunderbird oder der Server stellt bei jedem Ausgang eine Gegenfrage. Diese muss mit OK innert 1 Minute beantwortet werden. Erst dann geht die Mail raus.
  • Dieser Port ist nicht auf jeden Mail-Server verfügbar.

Port 587

Port 587 sollte wie Port 25 funktionieren. Probieren Sie es aus, und machen sie einige Tests:

  • Einmal ohne Verschlüsselung,
  • einmal mit TLS, und
  • einmal mit SSL.
Nicht alle Mail-Server unterstützen diesen Port.



2. Blacklist, Greylist, SPF und SpamAssasin

SpamAssasin

SpamAssasin ist die sicherste und beste Methode um 95% der SPAMs zu ermitteln und auszuschalten. Er sollte auf ihren Server laufen und hat keinen Einfluss auf das Versenden der E-Mail.

Blacklist

Blacklist ist Ihr persönliches Instrument um gewisse "Sender" auszuschalten. Hat auch keinen Einfluss auf das versenden der E-Mails. Wohl aber im Empfang. Denn wenn sie selbst eine Domain ausgeschlossen haben, können sie ja keine Mails mehr von dieser Domain erhalten.

Greylist

Greylist ist eine ausgezeichnete Theorie der Antispammer, die das Versenden der E-Mails nicht blockiert, wohl aber unnötigerweise den Empfang. Warum Greylist auf gar keinen Fall angewendet werden darf, habe ich hier beschrieben: Greylist-Problematik. Wenn sie Zugriff auf Ihren Email-Admin-Konto auf dem E-Mail-Server haben, sollte sie unbedingt Greylist ausschalten. Sonst erhalten Sie nur die Hälfte der gewünschten Emails.

SPF (Sender Policy Framework)

SPF (Wikipedia) ist ein geheimes Verfahren (Gestapo-ähnlich) von E-Mail-Server-Administratoren. Wenn SPF auf ihren E-Mail-Server läuft, dann können Sie den Empfang der meisten E-Mails glatt vergessen. Haben Sie SPF auf ihren E-Mail-Server laufen, dann schalten Sie es aus. Können sie es nicht ausschalten, dann wechseln Sie um Gottes Willen augenblicklich den Mail-Server. Fragen Sie aber dem neuen Mail-Server ob es SPF hat, allenfalls ob es ausschaltbar ist.

Realtime Blackhole List (RBL) oder DNS-based Blackhole List (DNSBL)

RBL ist eine "Sammlung schwarzer Listen" von nicht vertrauenswürdiger Mailserver.

Zitat aus Wikipedia:

In den meisten RBLs werden IP-Adressen von Rechnern gelistet, die in der Vergangenheit durch häufigen Versand unerwünschter Spamnachrichten aufgefallen sind.
Bei einigen RBLs ist es schwer, teuer oder sogar unmöglich, eine IP-Adresse wieder entfernen zu lassen (delisting). In solchen Fällen schadet die RBL weniger den Spammern, als vielmehr den Besitzern von missbrauchten Rechnern. Der Administrator eines Mailservers muss daher sorgfältig abwägen, welche RBLs er verwendet, um falsch positive Ergebnisse zu vermeiden. Einige RBLs wie z. B. spamhaus.org oder Spamcop entfernen die Listeneinträge nach einer gewissen Zeit automatisch.

Diese Funktion sollte auf jeden Fall ausgeschaltet werden, da bereits SPAM-Assassin diese Listen verwendet. Also eine unnötige Hürde für vertrauenswürdige E-Mails.

 

 

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