Kapitel 5
Das Triebwerk von Palenque

Das Triebwerk auf der Steinplatte des Sarkofages von Palenque stellt meiner Ansicht nach ein chemisch angetriebenes Triebwerk dar. Die Planstellung des Steinmetz ist für mich persönlich sehr eindeutig. Zudem ist das Ganze meine rein persönliche Ansicht zur heutigen Raketentechnologie.



Vorgängige Begriffserklährung

Mitnahmegewicht
Unter Mitnahmegewicht verstehe ich das Gewicht, dass man mitnehmen MUSS, um das Triebwerk zum laufen zu bringen.

Der Flüssigkeitstank:

Beginnen wir mal ganz woanders. Nähmlich bei der Differenz zwischen einem superleichten Flüssigkeitstank und eines sehr schweren Gastank. Wie wir auf einem Bild aus meinem Garten erkennen können, verdoppelt ein Gas-Tank das Mitnahmegewicht. D.h., ist das Gasgewicht 100 kg, dann ist das Tank-Leergewicht auch ca. 100 kg (je nach Gas-Druck natürlich). Bei einem Flüssigkeitstank und bei einem Gewicht von 100 kg Flüssigkeit, brauchen wir nur noch etwa 5 kg Tank-Leergewicht!

tank

Zudem entwickelt ein Gas angetriebenes Triebwerk sehr viel Wärme. Diese muss durch ein schwereres Kühlungsystem abgebaut werden. Dieses weitere Mitnahmegewicht wollen wir uns auch ersparen.


Das Triebwerk

Und nun kommen wir zum eigentlichen Triebwerk. Zuerst ein altes Foto, wo man noch nichts verfälscht hat ........ mkh

foto triebwerk sarkofag

Hier sieht man eindeutig die 2 "Benzinkanister" die als Tanks dienen sollen. Die Genialität dieses Triebwerkes beruht aber auf dem Prinzip des möglichst parallelen Schub. Unsere heutigen Triebwerke haben einen Wirkungsgrad von ca. 30 %, aber dieses Triebwerk zeigt einen Wirkungsgrad von über 90 %!

Die heutigen Triebwerken:
© 1967, by Mondo Verlag A.-G. Lausanne

Wenn man das obige Foto der Steinplatte mit den heutigen Triebwerksschema vergleicht, dann merkt man, dass man fast nichts gemeinsam hat. Das Triebwerk von Palenque ist NICHT ein von Braunsches Triebwerk. Zwangsläufig müssen wir uns von der heutigen Raketentechnik distanzieren.

vektoren

Wie man auf dieser Skizze sieht, verlassen die Schubgase des Palenque-Triebwerkes die Schubdüsen parallel. D.h. die vektorielle Schubkraft verläuft - im Gegensatz zu unseren vonbraunschen Triebwerken - fast 100%ig in die richtige Richtung.

Das bedeutet zwangsläufig, dass wir mit viel, viel weniger Schub auskommen können und das Mitnahmegewicht der Treibstoffe nochmals gesenkt werden kann. Dieses Triebwerk ist zwar auch chemisch angetrieben aber unter komplett anderen Voraussetzungen konzipiert worden.

  • geringer Schub
  • langdauernder Schub
  • geringer Druck in der Brennkammer
  • möglichst wenig Temperatur in der Brennkammer
  • sehr leichtes, spartanisch eingerichtetes Raumschiff
Natürlich alles im Verhältnis zu unseren heutigen vonbraunschen Triebwerken.


Andere, klare Nachteile des vonbraunschen Triebwerkes sind:

  • Der starke Druck in der Brennkammer ist ein Hinternis in der Treibstoffzufuhr. Das bedingt sehr starke Turbinen-Pumpen die als Mitnahmegewicht nicht unbedingt interessant sind.
  • Zum Teil wird der starke Druck in Hitze umgewandelt und geht so als "Stossdruck" nach vorne verloren. Das bedingt ein noch grösseres Kühlsystem, den man mitnehmen muss (Mitnahmegewicht).
  • Der starke Druck in der Brennkammer bedingt sehr starke und schwere Wände der Brennkammer die dem Druck standhalten. Auch dieses Gewicht muss mitgenommen werden.
Anders beim Palenque-Triebwerk.

Details des Palenque-Triebwerkes » Kapitel 6 »



© 2008.03 Pierluigi Peruzzi-Damasco - last update 30.06.2008
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